In Gedenken an Udo Lattek

Geschrieben von T. Schmidt.

Am Samstag, den 31.01.15, verstarb der ehemalige EvB-Abiturient und Lehrer Udo Lattek im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit. Lattek gilt als erfolgreichster deutscher Vereinstrainer. Bevor er aber seine internationale Karriere als Spieler und Fußballehrer begann, war er zunächst seit 1948 Schüler unserer Schule, die er im Jahr 1955 mit dem Abitur verließ.

In seiner Kindheit erlebte Lattek die Schrecken des Krieges, er musste mit seiner Mutter aus Ostpreußen bis nach Dänemark fliehen und erkrankte schwer. Erst nach seiner Rückkehr nach Deutschland gesundete er wieder und legte im Jahre 1948 die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium Wipperfürth ab. Über diesen Einschnitt und die Zeit am EvB sagte Lattek selbst: "Jetzt begann eine neue Zeit für mich. Ich fand Freude an der Schule und lernte mit Eifer."

Im Anschluss an die Reifeprüfung, nämlich in der Zeit von 1956 bis 1959 war Lattek zudem (aushilfsweise) für mehrere Jahre als Diplom-Sportlehrer am Engelbert-von-Berg-Gymnasium tätig, wie ein Blick ins Schularchiv belegt.

Ab 1965 begann Latteks Profi-Karriere als Trainer bei der deutschen Jugendnationalmannschaft. Zeitgleich war er Helmut Schöns Assistent in der A-Mannschaft. Mit dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach gewann er zwischen 1972 und 1987 insgesamt acht Meisterschaften. Außerdem holte er mit dem FCB dreimal den DFB-Pokal und war dreimal Sieger im Finale des Europapokals (mit Bayern, Mönchengladbach und dem FC Barcelona). Auch nach Beendigung seiner Profikarriere blieb Lattek lange aktiv und hatte viele Fernsehauftritte als Fußballexperte. Die Verbundenheit mit seiner ehemaligen Schule zeigte sich nochmals deutlich, als Udo Lattek anlässlich des 175-jährigen Schuljubliäums im Jahre 2005 mit seiner Frau den Festakt am EvB in Wipperfürth besuchte. Vor einigen Jahren erkrankte Lattek schwer und zog sich seitdem immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück.

Udo Lattek wird auch am EvB nicht in Vergessenheit geraten. Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau und seiner Familie.

9. EvB-Podium mit Manfred Kressner

Geschrieben von Joel Schulz-Andres.

„Freigekauft. Zweimal." - Dies ist der Titel des jüngst erschienen Buches von Manfred Kressner. Der Auto berichtete am Dienstag, den 3.2.2015, in der Aula des EvB-Gymnasiums über seine Erlebnisse in der DDR. Während seines Vortrages mit dem Titel "Freigekauft! - Erfahrungen eines politischen Häftlings in der ehemaligen DDR!" gab er im Zuge des EvB-Podiums zunächst am Vormittag über 300 Schülern aus den Stufen 9-Q1 sowie einigen geschichtlich interessierten Q2-Schülern die einmalige Gelegenheit die Situation in der DDR aus der Sicht eines Zeitzeugen zu hören. In einer Abendveranstaltung hatten dann allen anderen Interessierten die Möglichkeit, sich von den Lebensbedingungen und Erfahrungen in der DDR "aus erster Hand" berichten zu lassen.

Herr Kressner schilderte eindrücklich seine Lebens- und Leidensgeschichte, die 1953 in Bad Lauchstädt in der DDR begann. Sein Vater, den er nie kennenlernte, war ein Parteifunktionär der SED. Aber auch seine Mutter und ihr späterer Ehemann, ein alter Klassenkamerad den Sie heiratete, als Manfred Kressner drei Jahre alt war, waren sozialistisch eingestellt. Hierdurch wurde er von Beginn an kommunistisch geprägt und erzogen. 1960 wurde Manfred Kressner eingeschult. Der Redner nahm die Zuhörer mit in die Vergangenheit, in der er einen vom Sozialismus und Militarismus geprägten Staat erlebte, in dem der Alltag von Propaganda und Entbehrung zeugte. Als Beispiel nannte er die Lebensmittelmarken, die endlosen Schlangen vor den Geschäften, leere Schaufenster, die "10 Gebote für den sozialistischen Menschen" oder seine Zeit bei den Jungpionieren.

1968 war seine Jugendweihe, nach der er eine Zimmermannslehre anfing, da er keine Lehrstelle als Koch bekommen hatte. Jedoch brach er diese relativ schnell ab und wurde Grenzsoldat bei der Volksarmee, bei der er sich für 10 Jahre verpflichtete. Zuvor wurden sowohl eine Kandidatur für die SED, als auch die Bewerbung für das Wachregiment der Stasi abgelehnt. Bei der VA wurde er relativ schnell Gruppenführer und Unteroffizier. Als er jedoch bei einem Fehlalarm an der Grenze einen Schießbefehl erhielt, kamen Manfred Kressner Zweifel an der DDR und er plante seine Flucht. Diese wurde aber durch einen Kameraden vereitelt und Kressner wurde zu 6 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt. Nach 5 Jahren wurde er aus der Haft entlassen, verblieb aber in die DDR. Eine Enttäuschung, da viele andere politisch orientierte Häftlinge, die von der Bundesrepublik Deutschland freigekauft wurden, in den Westen entlassen wurden.

Nachdem er zeitweise bei der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft gearbeitet hatte, unternahm er 1981 einen weiteren Fluchtversuch, diesmal über den Hartz. Als auch diese Flucht missglückte, da er bereits im Zug von Polizisten entdeckt wurde, verbrachte er über ein Jahr in Haft in Cottbus, bevor er nach Karl-Marx Stadt (heute Chemnitz) überstellt wurde. Von hier aus konnte er schließlich die DDR verlassen und wurde nach Westdeutschland gebracht. Heute lebt Manfred Kressner in Marienheide, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Seinen Vortrag unterstützte Kressner durch viel Bildmaterial sowie einige "Requisiten", die er hauptsächlich im Nachhinein über das Internet erstanden hat. Ebenso trug er während seines Vortrags eine dem Original nachempfundene Häftlingsuniform, was die Authentizität seiner Erlebnisse unterstrich. Der anhaltende Applaus sowie die konzentrierte Atmosphäre während der Vorträge sprachen für den Erfolg der Veranstaltung. Wir danken Herrn Kressner und Karsten Brücker, dem Initiator des Vortrags, für ihr Engagement!

Eine Bildergalerie des Vortrags findet man hier.

 

FFF bei Herrn Cremer

Geschrieben von Franzis-Fragen-Freitag Team.

Diese Woche haben wir ein sehr tolles Interview mit dem "witzigen" Herrn Cremer, über zum Teil recht private Erlebnisse, geführt.

Eine Schülerin aus der Q2 wollte gerne wissen, was Herr Cremer (als Lehrer) schon witziges in der Schule erlebt hat. fff2

Herr Cremer: "Witzige Sachen sind im Prinzip da zu finden, wo Menschen witzig sind und da ich mich sehr witzig finde, erlebe ich jeden Tag in der Schule ganz viele witzige Sachen. Also kurz gefasst, das Witzigste an der Schule als Witz, ist der Witz, den ich als witzige Person täglich verkörpere.

Andere wichtige Sachen wären jetzt Anekdoten, aber ich glaube am witzigsten ist es, wenn ich mich selbst als Witz empfinde!"

Emanuel aus der Q1 fragte nach seiner Jugend: "Konnten Sie sich in ihrer Jugend mit der damals gegenwärtigen Hippie-Kultur identifizieren? Und was haben Sie damals für Musik gehört?"

Herr Cremer: "Ja klar, das war meine Zeit. Hippie zu sein bedeutete anders zu leben und anders werden zu wollen, als die Eltern. Es bedeutete neues auszuprobieren, mit Natur und Menschen anders umzugehen, beispielsweise sich bunt zu kleiden, mit Blumen, oder mit Menschen freundlich und liebevoll umzugehen. Es bedeutete auch Liebe anstatt Agression, Gewalt und Krieg unter Menschen zu zeigen.

Die Musik die hierzu vor allem wichtig war, war die Rockmusik, die von Liebe, von entspannten Miteinander sein, von Gewaltlosigkeit handelte. Super Bands waren hier The Doors, A Greatful Dead, the Who usw.. Wichtig waren natürlich auch Festivals, auf denen sich dann viele Leute, auch ich, trafen und einen anderen Lebensstil einübten."

Ob Herr Cremer schon mal mit der Polizei aneinander geraten ist, wollte Fynn aus der Q2 wissen.

Herr Cremer: "In privaten Situationen im Rahmen von Verkehrskontrollen, Führerscheinkontrollen und als Unfallzeuge.

Zum zweiten in politischen Situationen: in Demonstrationen, in denen die Polizei eine Begleitung darstellte. Außerdem in Demonstrationen, die spontan oder illegal waren, die die Polizei versuchte zu verhindern und mich auch an meinem Recht zu demonstrieren hinderte und mich auch gestoppt hat.

Drittens Kontrollen im Rahmen der Verfolgung von Terroristen, für den man mich hielt, weil ich mit Bart, langen Haaren und lässiger Kleidung aussah als könnte ich Terrorist sein (in den 70er/80er Jahren)."

Unsere nächste Kandidatin in der kommenden Karnevalswoche, ist unsere Englisch- und Französischlehrerin Frau Landau. Eure Fragen könnt ihr wie immer bis Mittwoch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken und ihr dürft auch gerne eure Freunde dazu einladen, uns Fragen per E-Mail zu schicken!

 

Ergebnisse des Informatik Biber Wettbewerbs 2014

Auch im vergangenen Jahr stand der Informatik-Biber-Wettbewerb an.

DSC03477

An diesem jährlichen, im November stattfindenden Informatik-Wettbewerb können alle Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 13. Jahrgangsstufe teilnehmen. Der Informatik-Biber wurde erstmals im Jahr 2007, mit der Intention junge Menschen an die Informatik heranzuführen und für diesen Bereich zu begeistern, ausgerichtet. Im letzten Jahr haben 217.506 Schülerinnen und Schüler an 1.175 Schulen teilgenommen, etwa 11.000 mehr als im Vorjahr!

Natürlich haben auch diesmal wieder einige EvB-Schüler teilgenommen. Einer davon war Jan Saeger aus der 6a, der einen DSC034801. Platz bei den 5. und 6. Klassen belegte.

Auch der Naturwissenschaftskurs (8. Klasse) von Herrn Töpfer nahm am Wettbewerb teil. Alle SuS belegten einen 2. oder 3. Platz in ihrer Altersklasse.

Wer jetzt Lust auf den Wettbewerb bekommen haben sollte, kann sich auf diesen November freuen. Denn dann findet der Informatik-Biber-Wettbewerb 2015 statt.
Voraussetzungen oder Vorkenntnisse braucht man keine, wer weitere Infos sucht kann einfach auf der Homepage des Informatik-Bibers vorbeischauen. Dort findet Ihr alle Informationen, Wissenswertes und auch Testaufgaben mit und ohne Lösung.

Viel Spaß und Erfolg!

FFF bei Herrn Schnober

Geschrieben von Franzis-Fragen-Freitag Team.

In dieser schneereichen Woche haben uns nur Fragen der Oberstufe über recht aktuelle Themen erreicht, die Herr Schnober, der Oberstufenkoorinator, sehr ausführlich beantwortet hat. Ein großes Dankeschön an Herr Schnober und an die SchülerInnen!

Jessica aus der Q2 fragte: "Was sagen sie: Sollten Schüler in der Schule, anlässlich des Twitter- Posts der durch die Medien ging, auch Sachen über Versicherungen, Mieten oder Steuern lernen?"

Herr Schnober: "Tja Jessica, eine interessante Diskussion, bei der sich ein sehr übliches Phänomen zeigt: Naina aus Köln hatte kritisiert, dass sie fff2zwar ein Gedicht in vier Sprachen analysieren könne, sich aber nicht mit Versicherungen, Steuern und Mieten auskenne, mit anderen Worten: nicht praktisch lebensfähig sei. Die Tausenden von Stimmen, die ihr dann beipflichteten, folgten dem immer selben Reflex: Dann muss die Schule das Problem eben lösen! Meine Frage lautet demgegenüber: Wenn die Schule DIESE INHALTE z.B. im Fach Sozialwissenschaften lehren soll, welche ANDEREN Inhalte müssen die Schüler in diesem Fach denn dann NICHT MEHR lernen?  Denn derselbe Reflex hat in der Vergangenheit zu einer deutlichen Überfrachtung des Lehrplans geführt, der nie genügend entrümpelt und neu sortiert wurde, obwohl die Schulzeit verkürzt ist. Unsere OberstufenschülerInnen können ein Lied davon singen...

Wenn man genauer hinguckt, stellt man fest, dass auch Naina nicht wirklich die Tatsache kritisiert, dass sie offenbar vier Sprachen beherrscht und darin auch noch Gedichte analysieren kann - manch einer kann das noch nicht mal in seiner Muttersprache - , wahrscheinlich hat sie dies sogar selbst so gewählt. Sie kritisiert eher, dass es ihr an lebenspraktischen Kenntnissen fehlt. Mit derselben Berechtigung kann man allerdings auch fragen, warum Autofahren nicht auf dem Lehrplan stehe oder Hemden bügeln, Wohnungen renovieren etc., die doch alle sehr lebenspraktische Dinge seien. Die Antwort lautet: Weil die Gesellschaft, die das Schulsystem entwickelt hat und weiter entwickelt, dem Gymnasium bestimmte, weniger lebenspraktische, dafür aber akademische Aufgaben zugewiesen hat, die die SchülerInnen auf ein Universitätsstudium vorbereiten sollen.  Ist es wirklich ein Problem, sich mit Versicherungen, Miet- und Steuerrecht noch nicht auszukennen, wenn man in der Schule gelernt hat sich Informationen zu besorgen und diese kritisch auszuwerten? Ich denke nicht. Wer in vier Sprachen ein Gedicht analysieren kann, wird auch einen Mietvertrag bewerten, einen Lohnsteuerjahresausgleich beantragen und eine preiswerte Haftpflichtversicherung abschließen können, da bin ich schon deshalb zuversichtlich, weil unsere SchülerInnen in der Regel auch den Führerschein außerhalb der Schule machen, ihre erste Studentenbude bestens renovieren und generell im Leben klarkommen. Nicht jeder Ruf nach noch mehr Unterrichtsinhalten scheint mir angebracht, komme er nun von einer siebzehnjährigen Kölnerin, Wirtschaftsverbänden, Kirchen oder Hochschulprofessoren.

Herr Schnober sprach von der verkürzten Schulzeit, darum stellten wir ihm die Frage: "Sie als Oberstufenkoordinator kennen sich ja gut mit G8 und G9 aus. Halten Sie den Umstieg von G9 zu G8 sinnvoll?"

Hier muss ich mich mit einem definitiven JEIN aus der Affäre ziehen.

EINERSEITS finde ich es gut, dass Menschen nicht immer mehr Zeit in der Schule verbringen, sondern früher ins Leben entlassen werden, um selbst ihre Erfahrungen zu machen. Dazu kommt, dass auch die Studienzeiten deutlich verkürzt sind, sodass immer mehr Menschen ihre kreativste und produktivste Lebensphase schon im Berufsleben verbringen, früher auf eigenen Beinen stehen und mehr gestalten können.

ANDERERSEITS habe ich deutliche Kritik an der Umsetzung von G8 und Bologna-Prozess: Die Lehrpläne, die nicht genügend entrümpelt wurden, sodass Stress entsteht. Das Stundenvolumen, das SchülerInnen auch bei wichtigen außerschulischen Erfahrungen und Aktivitäten im Wege steht. Die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen sich zu früh zu stark in die gesellschaftliche Pflicht nehmen lassen durch z.B. die Reihenfolge von G8-Abitur, stark verschultes (oft auch noch duales) Studium ohne die früher üblichen Auszeiten und frühe Bindung an einen Arbeitgeber, wodurch sie sich selbst und ihre eigenen Freiräume in der Jugend womöglich vernachlässigen, die stört mich auch. Da muss die Jugend heute selber gegensteuern und sich Zeiten und Erfahrungen nehmen, die z.B. mit Reisen, mit Auslandsaufenthalten, mit Versuchen und Irrtümern zusammenhängen, und diese GEGEN die Gesellschaft verteidigen. Das ist heute sehr viel schwieriger geworden. Hinzu kommt ein Stück Egoismus: Mit den früheren G9-SchülerInnen waren im letzten Schuljahr viele sehr interessante Themen und Projekte möglich, die durch ihre Reife und die Zeit, die sie gehabt hatten, erst möglich wurden. Diese fehlen mir im heutigen Schulleben.

G8 muss also noch optimiert, der Bologna-Prozess auch noch fortgesetzt werden, sodass sich für junge Menschen wieder mehr Freiräume ergeben. Meine Generation hatte diese Freiräume noch und wir haben sie SEHR genossen. Deshalb meine zwiespältige Antwort.

Fynn (Q2) hatte auch noch zum Schluss eine interessante Frage: "Da sie ja schon so oft in Irland waren, könnten sie sich vorstellen irgendwann mal dahin zu ziehen?"

Herr Schnober: "Du weißt doch Fynn: Ich habe zwei Jahre in Irland verbracht und mich dort sehr wohl gefühlt. Das ist dreißig Jahre her (MENSCH, wie das klingt!!!), aber ich fühle mich noch heute sehr heimisch in Dublin und bei den Iren. Allerdings hat alles seine Zeit, bestimmte Entscheidungen muss man treffen, wenn man Mitte zwanzig, Anfang dreißig ist, z.B. die, wo man zu leben und arbeiten gedenkt. Ich habe damals meine Wahl getroffen und sie nicht bereut. Natürlich kann ich mir vorstellen, auch mal wieder längere Zeit in Irland zu verbringen, aber das, was das Leben interessant macht, eine spannende Arbeit, nette Kollegen, Familie und vielfältige soziale Kontakte, die mir wichtig sind, das alles habe ich hier. Auslandsschuldienst, die Deutsche Schule in Dublin, den Job im Hochschulbereich, das alles habe ich offenbar NICHT gewollt, sonst wäre ich nicht hier. Heute könnte ich mir ein Cottage im Westen Irlands vorstellen, wo ich als Tourist die Ferien verbringe, nicht ohne im Pub im nächsten Dorf die Überreste meines "Dublin accent" bewundern zu lassen, aber leben möchte ich hier."

In der nächsten Woche werden wir Herr Cremer Eure Fragen stellen. Ihr habt die Möglichkeit Eure Fragen bis Mittowch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu schicken. Natürlich sind die LehrerInnen auch herzlich eingeladen, ihre Fragen an Herr Cremer zu stellen!

Neue Stundenpläne für die Stufe 9

Geschrieben von T. Schmidt.

Eine wichtige Mitteilung für die Schülerinnen und Schüler der Stufe 9, die sich zur Zeit noch im Betriebspraktikum befinden: Eure neuen Stundenpläne findet Ihr hier nach der Anmeldung im "Vertretungsplan".
Die Stundenpläne der 9a, 9b und 9c sind noch bis Montag online abrufbar.

Die neuen Pläne gelten direkt ab Montag, den 02. Februar 2015 -
Ihr könnt also sofort im Anschluss an das Praktikum wieder perfekt vorbereitet in der Schule erscheinen!

 

OVAG/Busse: Zusatzfahrten für den 30.01.2015 (Tag der Zeugnisausgabe)

Geschrieben von T. Schmidt.

Am Freitag, den 30.01.2015, endet der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler mit der Zeugnisausgabe nach der 3. Stunde. Aus diesem Grund finden die folgenden Fahrten und Zusatzfahrten statt:

 

Linie 336 (Richtung Hückeswagen / 2 Fahrzeuge)
Verstärkung: 11:15
St. Angela – Leiersmühle – Busbahnhof – Hückeswagen – Wiehagen, Industriegebiet

Linie 336 (Richtung Marienheide / 2 Fahrzeuge)
Verstärkung: 10:50
Busbahnhof – Leiersmühle – St. Angela – Rönsahl – Marienheide

Linie 332 (Richtung Lindlar)
Extrawagen: 11:15
St. Angela – EvB, Nr.1 – Busbahnhof – Grünenberg – Hartegasse – Lindlar (bei Bedarf bis Eichholz)

Linie 333 (Richtung Lindlar)
Planwagen*: 11:15
St. Angela – EvB, Nr. 1 – weiter nach Plan

Linie 332/333 (Richtung Agathaberg/Dohrgaul/Kempershöhe)
Extrawagen: 11:15
St. Angela – EvB, Nr.1 – Busbahnhof – Grünenberg – Agathaberg – Dohrgaul – Kempershöhe

Linie 427/429 (Richtung Wipperfeld/Bechen/Olpe)
Extrawagen: 10:55
St. Angela – EvB, Nr.1 – Busbahnhof – Wipperfeld – Weiden – Bechen, Mitte – Busch – Kürten, Sportplatz – Olpe – Junkermühle

Linie 337 (Richtung Neye – Egen)
Planwagen*: 10:55
St. Angela – EvB, Nr. 1 – Busbahnhof – Neye – Egen über Ahlhausen

 

* Dies ist der offizielle Begriff der OVAG für planmäßige Fahrzeuge. Unseren Informationen zufolge handelt es sich auch hier um reguläre Busse mit festem Dach...

 

FFF bei Herrn Mombauer

Geschrieben von Franzis-Fragen-Freitag Team.

Die zweite "Franzis-Fragen-Freitag" Woche ist zuende und wir haben Herrn Mombauer interviewt. Ihr habt uns wieder einige interessante Fragen fff2geschickt, wofür wir uns schonmal herzlich bedanken wollen.

Milan Wolter aus der 7b fragte: "Sind Sie früher als Kind gerne zur Schule gegangen?"

Herr Mombauer: "Eine spontane und ehrliche Antwort auf diese Frage muss lauten: „Eigentlich ja.“ Sicherlich gab es Tage, an denen man weniger gern gegangen ist, weil man doofe Lehrer/Fächer hatte oder ungeliebte Klassenarbeiten schrieb, aber im Großen und Ganzen hat mir die Schule Spaß gemacht. Natürlich spielte da auch der Aspekt der Geselligkeit eine Rolle. Ich hatte immer nette Klassenkameraden, die man in der Schule getroffen hat. Schule ist ja nicht nur das Lernen im Unterricht, sondern das ganze Drumherum mit Pausen, Busfahrten und Freistunden und da hatte man viel Spaß."

Die nächste Frage kam von Fynn Schiewer aus der Q2: "Sie sind vor kurzem Vater geworden. Wie kommen Sie als Geschichtslehrer mit Windel wechseln und all diesem Kram zurecht?"

Herr Mombauer: "Als Geschichtslehrer habe ich natürlich ausführlich die Geschichte des Windelwechselns studiert … - aber Spaß beiseite. Wenn ihr mit „dem ganzen Kram“ Dinge wie Fläschchen geben, ins Bett bringen, füttern und Kinderwagen schieben meint, dann kann ich nur sagen, dass ich sehr gut damit zurecht komme. Natürlich war es am Anfang alles neu und eine Umstellung, aber unser Sohn macht uns sehr viel Spaß und daher freue ich mich, wenn ich aus der Schule komme und er mich anstrahlt. Natürlich ist es manchmal anstrengend und man schläft hier und da mal etwas weniger, aber da hatte man ja 9 Monate Zeit sich darauf einzustellen."

Die letzte Frage stellte Nick Hendl auch aus der 7b: "Wenn Hr. Kronenberg in ein paar Jahren in Rente geht, könnten Sie sich dann vorstellen, die Schulleitung, sprich den Posten als Rektor, zu übernehmen?"

Herr Mombauer: "Ah, eine gute Frage. Vorstellen kann man sich ja prinzipiell alles und man soll niemals nie sagen. Allerdings muss ich sagen, dass eine solche Vorstellung zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr weit weg ist. Herr Kronenberg war schon in seinen 50ern als er hier die Schulleitung übernahm und obwohl es kein Mindestalter für Direktoren gibt, denke ich, dass ich mit meinen 35 Jahren noch nicht als Kandidat für seine Nachfolge ins Rennen gehen werde.

Abgesehen vom Alter muss ich sagen, dass Schulleiter ein Posten ist, in dem man mehr in der Verwaltung arbeitet und weniger im Unterricht ist. Und das macht mir zu viel Spaß, als dass ich es eintauschen würde um ständig mit der Bezirksregierung zu telefonieren und mich um administrative Dinge zu kümmern."

 

Das war die zweite Woche "Franzis-Fragen-Freitag" mit Herrn Mombauer. Der nächste Lehrer-Kandidat, dem ihr Fragen stellen könnt, ist Herr Schnober. Eure Fragen könnt ihr wie immer bis Mittwoch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. Wir freuen uns auf die neuen Fragen und bedanken uns bei Herrn Mombauer, dem Windel-wechselnden-Geschilehrer!

 

"Wir brauchen Eure Hilfe!"

Diese Woche sollte eigentlich die Aktion "Franzis-Fragen-Freitag" starten. Bei dem Projekt sollen jeden Freitag drei Fragen an eine/n vorher angekündigte/n Lehrer/in gestellt werden, die diese/r dann beantwortet. Doch dafür brauchen wir eure Hilfe!

Leider hat uns bislang nur eine Frage aus der 5. Klasse an Herrn Schmidt erreicht und wir würden uns freuen, wenn noch mehr SchülerInnen an der Aktion teilnehmen würden, damit wir das Projekt auch durchführen können.

Eure Fragen an Herrn Schmidt könnt ihr noch bis nächsten Mittwoch, den 14. Januar 2015 per E-Mail an

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

FFF bei Herrn Schmidt

Geschrieben von Franzis-Fragen-Freitag Team.

Wir, das "Franzis-Fragen-Freitag Team", haben in Mission der SchülerInnen Herrn Schmidt interviewt.fff2

Leider hatte uns anfangs nur ein Schüler aus der 5ten Klasse eine Frage geschickt. Daraufhin haben wir euch noch eine weitere Woche Zeit gegeben und tatsächlich haben wir noch mehr Fragen bekommen.

Wir hoffen, dass uns das nächste Mal noch mehr SchülerInnen ihre Fragen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

Die Frage von Bela Wolter (Klasse 5b) lautet: "Wie sieht Ihre Traumschule aus?"

Herr Schmidt: "Meine Traumschule - das ist eine gute Frage! Zuerst habe ich direkt an so eine "Harry Potter/Hogwarts-Schule" gedacht. Also ein riesiges Schloss direkt an einem See im Grünen... (etwa so wie hier.) Und das fände ich auch tatsächlich "traumhaft".

Aber eigentlich finde ich, dass es für jede Schule viel wichtiger ist, wie die Schüler und die Lehrer in der Schule miteinander lernen und umgehen - und das funktioniert ja hier am EvB viel besser als in Hogwarts. Immerhin haben wir nicht so viele Probleme mit dreiköpfigen Hunden, oder mit LehrerInnen wie Quirenius Quirrell oder Dolores Umbridge, die ihren Schülern das Leben zur Hölle machen. Hogwarts ist also eher "außen hui, innen pfui". ;)

Ist also dann das EvB meine "Traumschule"? Auch (noch) nicht wirklich, weil es ja überall immer etwas gibt, das man sich als "besser, schöner, größer, ..." erträumen kann. Also: an meiner Traumschule wäre immer alles jeden Tag noch etwas besser, als am Tag davor - deshalb kann es diese Schule so vielleicht gar nicht geben. Aber ich kann wenigstens immer versuchen meine/unsere Schule weiter in diese Richtung zu verändern. Und ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Schüler und Lehrer dabei mitmachten - bisher klappt das schon ganz gut, finde ich."

Die nächste Frage kam von Emanuel Rietz: "Wieso wird für wichtige Prüfungen, wie die Kommunikationsprüfung Englisch der Q1, bei Bildbeschreibungen immer noch bei den Kopien gespart und schwarz-weiß-pixelige und unerkennbare  Bilder auf das Aufgabenblatt gedruckt? Wieso setzen sich die Englischlehrer nicht für einmaliges Farbkopieren ein?" 

Herr Schmidt: "Vielen Dank für deine Frage. Eigentlich dachte ich, dass dieses Forum für weniger ‚pragmatische’ Themen gedacht ist, aber warum nicht auch so? 

Zunächst stimme ich dir zu, dass die Bildqualität auf den betroffenen Blättern nicht gut war. Allerdings möchte ich klar stellen, dass (wie du sicherlich weißt) die Bildbeschreibung nur ein minimaler Bestandteil der gesamten Prüfung war – sie kam ohnehin nur als kleine Ergänzung bei einem der insgesamt 8 verschiedenen Texte hinzu. Pro Kurs waren also maximal drei Schülerinnen oder Schüler hiervon „betroffen“.

Für diese wurde dieser Aufgabenteil durch die Qualität des Bildes nicht leichter, aber ich bin sicher, dass alle Prüfer sich über die Bildqualität – und somit auch die eingeschränkte Möglichkeit einer „Bildbeschreibung“ – im Klaren waren. „The picture is quite dark and fuzzy, so it’s hard to recognize more than a woman (Queen Victoria) sitting on her throne.“ haben ganz bestimmt viele Prüfer zu hören bekommen. Eine grundsätzlich angemessene Beschreibung, denke ich. Insgesamt ist hierdurch sicherlich kein Schaden entstanden, der über den positiven oder negativen Ausgang einer Prüfung entschieden hätte.

Wenn aber bei einer zukünftigen Prüfung einmal die Bildbeschreibung ein zentraler Bestandteil so einer wichtigen Prüfung sein sollte, dann werden alle betroffenen Englischlehrer eine hervorragende Bildqualität sicherstellen!"

Außerdem hat das "Fragen-Freitag-Team" auch noch eine Frage gehabt: "Wie stehen sie als Philo-Lehrer zu Gott? Sind Sie Atheist oder verfolgen Sie eine andere Religion?"

Herr Schmidt: "Das ist eine spannende Frage. Meine Antwort ist allerdings vermutlich nicht besonders spannend, aber hoffentlich informativ. Als „Philo-Lehrer“ und auch sonst habe ich keine für Außenstehende relevante Stellung zu Gott bzw. zur Religion – genauso wie als Englischlehrer oder als „Privat-Ich“. Im direkten Gespräch bin ich im Einzelfall gerne bereit mich hierzu zu äußern, ansonsten erachte ich die religiösen Einstellungen aller Menschen (also auch meine eigenen) als sehr persönlich und als Privatangelegenheit.

Ich richte mich außerdem nach  den allgemeinen Vorgaben des Schulgesetzes NRW, in dem folgendes festgelegt ist: „Lehrerinnen und Lehrer dürfen in der Schule keine politischen, religiösen, weltanschaulichen oder ähnliche äußere Bekundungen abgeben, die geeignet sind, die Neutralität des Landes gegenüber Schülerinnen und Schülern sowie Eltern oder den politischen, religiösen oder weltanschaulichen Schulfrieden zu gefährden oder zu stören.“ Das nennt man auch „Neutralitätsgebot“.

Ob jemand gläubig ist oder nicht – und wenn ja, welcher Religion er oder sie folgt – spielt für mich und meinen Unterricht keine besondere Rolle. Im Schulgesetz von NRW steht außerdem: „Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere lernen in religiösen und weltanschaulichen Fragen persönliche Entscheidungen zu treffen und Verständnis und Toleranz gegenüber den Entscheidungen anderer zu entwickeln“. Das halte ich – nicht nur in Anbetracht der gerade aktuellen Ereignisse in Frankreich, Nigeria, Syrien und nicht zuletzt Deutschland – für sehr, sehr wichtig und hierbei bin ich gerne jederzeit behilflich!

(Hier lässt sich dies und vieles andere mehr nachlesen: 

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/Schulgesetz/Schulgesetz.pdf)."

 

Wir hoffen, dass Euch der erste "Fragen-Freitag" gefallen hat und wir bedanken uns nicht nur bei den Schülern, die Ihre Fragen gestellt haben, sondern auch bei Herrn Schmidt, der diese sehr ausführlich beantwortet hat!

Nächsten Freitag wird Herr Mombauer eure Fragen beantworten. Das ist eure Chance Fragen zu stellen! Wir nehmen eure Fragen bis nächsten Mittwoch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen und freuen uns auf die zweite Woche.