Bei durchwachsenen Wetterbedingungen startete am Freitag, dem 17. September der alljährliche Wipperfürther Stadtlauf, der nun schon zum sechsten Mal stattfand und sich endgültig als Großevent etabliert hat. Gemäß dem Motto ‚‚EvB bewegt’’ waren sowohl der neue Schulleiter Werner Kronenberg sowie eine Vielzahl von EvB-Schülern vor Ort. Besonders die Lehrer des städtischen Wipperfürther Gymnasiums waren voll des Lobes für die Läufer und die Organisation der Veranstaltung. Bei Eva Schneider, Fachlehrerin für Sport am EvB und Hauptorganisatorin, lief schlussendlich alles zusammen. Sie übernahm den Großteil der Vorbereitungen und war die ‚‚Schlüsselfigur der Veranstaltung’’. Bei einer generellen Betrachtung des Stadtlaufs stellt die Pädagogin eine positive Entwicklung im Laufe der letzten Jahre fest, so steige nicht nur die Anzahl der Läufer, sondern auch die Qualität. Bezogen auf die Leistung der EvB-Schüler seien besonders die Schüler ab den Klassen Sieben sehr leistungsstark, so Schneider. Allerdings nehme die Anzahl der Hobbyläufer immer weiter ab, so dass es sich bei dem Wipperfürther Stadtlauf nicht mehr um den anfänglichen ‚‚Spaßlauf’’, sondern vielmehr um einen ‚‚professionellen Lauf’’ handle.
Nach Ansicht der Fachlehrerin liegt die besondere Aufgabe der Pädagogen vor allem in der Motivation und Vorbereitung, denn der Stadtlauf fördert ‚‚sowohl die Teamfähigkeit als auch die Lust an der Bewegung’’.
Besonders begeistert zeigt sich die Lehrerin von den vielen Verbesserungen des Stadtlaufs im Vergleich zu den Vorjahren, wie unter anderem der neuen Zeitmessung und dem erstmals veranstalteten Kindergartenlauf.
Trotz allem liefert Schneider noch einige Anregungen, um den Stadtlauf in den nächsten Jahren noch weiter zu verbessern, wie z.B. mehr Aktivitäten am Zuschauerrand und den vermehrten Einsatz von Transpondern zur Zeitmessung. ![]()
Beeindruckt zeigte sich die Fachlehrerin vom Engagement und Enthusiasmus der Schüler, sowohl von den Läufern als auch von den Helfern und Planern unter den Schülern und Lehrern, sowie der Stufe 13, die extra ihren Obstball eine Woche nach vorne verlegt hatte.
Erwartungsvoll sieht sie den Stadtläufen der nächsten Jahre entgegen, bei denen die Lehrkraft selbst gerne einmal aktiv teilnehmen würde.
Man darf gespannt sein.
Drei junge EvB-Schülerinnen vermissten Bananen
Warum habt ihr teilgenommen?![]()
Weil es Spaß macht, bei einem sportlichen Wettkampf teil zu nehmen, außerdem hat unsere ganze Clique mitgemacht.
Was hielten eure Eltern von der Idee?
Unsere Eltern waren begeistert, weil die immer sagen, wir sollen viel Sport machen, dafür war der Stadtlauf eine gute Möglichkeit.
Wie habt ihr euch vorbereitet?
Wir sind zweimal zu Hause laufen gegangen und im Sportunterricht in der Schule haben wir mit der ganzen Klasse geübt.
Habt ihr euch als Ziel gesetzt zu gewinnen?
Nein, weil wir wissen, dass wir nicht so gut sind wie die anderen, dennoch haben wir zum Spaß mitgemacht.
Wie viele von euren Freunden haben sonst noch teilgenommen?
Außer unserer Clique haben noch drei Jungs aus unserer Klasse teilgenommen.
Wie war die Verpflegung?
Nicht so gut, es gab nur Wasser ohne Sprudel, das hat nicht geschmeckt!
Das heißt, die Bananen, die es in den vorherigen Jahren gab, haben euch gefehlt?
Ja, die waren doch auch immer beliebt und lecker!
Waren eure Eltern da, um euch anzufeuern?
Ja, die einen haben am Start gewartet, die anderen im Ziel. Das hat uns beim Laufen motiviert.
Wie lange wart ihr da?
Also, wir mussten eine Stunde vor dem Start an der Schule sein und außerdem hatte unser Start eine Verspätung von 15 Minuten. Gelaufen sind wir dann ca. 8 Minuten!
Seid ihr zufrieden mit euch?
Jein. Weil wir ziemlich weit hinten lagen, war es ein wenig frustrierend, aber andererseits sind wir froh, es ins Ziel geschafft zu haben! Nächstes Jahr werden wir aber besser abschneiden!
Beim Stadtlauf in Wipperfürth am 17.09.2010 traten 12 Sanitäter vom DRK in der Innenstadt ihren Dienst an, um mögliche Verletzte zu versorgen.
Vor Beginn der Kinderläufe stationierten sich die Rettungsengel an verschiedenen Posten, hauptsächlich an der Rennstrecke des Laufes, um notfalls eingreifen zu können.
Die größte Befürchtung der Rettungskräfte, dass der graue Himmel seine Pforten öffnen und Wassermassen hinabfluten lassen könnte, trat anfangs nicht ein, es blieb anfangs trocken. Die Neutalente für Olympia 2024 konnten ohne Probleme loslaufen, auch gefolgt vom Schüler –Staffellauf. Hin und wieder kam es zu Stürzen, Schürfwunden oder Krämpfen, die die Retter in Rot dank der hervorragenden Verteilung an der Strecke sofort behandeln konnten, wie beispielsweise ein gesichtverzerrender Krampf, der durch professionelle Massage behandelt werden musste.
Bei den Einzelläufen, zur Zeit der eintretenden Dämmerung, wurde es dann zum Schrecken des DRK nass, was gerade die letzten Meter vor dem Ziel, an der Würstchenbude, zum ultimativen Rutschhindernis machte. Mit Bangen und höchster Konzentration warteten die Sanitäter auf ihren Einsatz, denn schließlich folgte dann noch das Stadtfest. Doch die Helfer in Rot bekamen vorher ihren wohlverdienten Schichtwechsel und erhofften für ihre Kollegen und Kolleginnen ein schnelles Ende der Aftershow.
Sophia kann das Ziel schon erkennen. Noch ein kleines Stück muss sie laufen, dann wird sie durch das große rote Sparkassen-Tor laufen können und den Lauf beenden. Langsam lässt die kleine Läuferin ihre Oma hinter sich und läuft vom Ehrgeiz gepackt weiter. Neben Oma laufen noch ein Haufen anderer Kinder hinter ihr und sie gibt alles, läuft das letzte Stück noch mit viel Energie und erreicht stolz lächelnd und ohne Begleitung das jubelnde Ziel.
Wochenlang hatten die Kleinsten unter den Wipperfürthern dem 6. Stadtlauf entgegengefiebert, der zugleich die Premiere des Kindergartenlaufs war. Es sollte ein besonderer Augenblick für viele von ihnen werden, ein langes Warten würde zu Ende gehen. Schon Tage zuvor traf man bei Spaziergängen in der Stadt auf Kindergärten, die ihre Kinder mit der scheinbar kleinen Strecke in der Innenstadt bekannt machen wollten. Der große Tag kam immer näher und wenn es dann so weit sein sollte, durfte nichts schief laufen.
Heute, am Freitag, den 17. September ist es dann endlich so weit. Die kleinen Giganten starten in unterstützender Begleitung von Erziehern, Eltern und Verwandten den 880m- Lauf.